Neu als Download: Filmpädagogische Begleitmaterialien für „Happy End“

Es ist nicht gerade schmeichelhaft, was Michael Haneke da in „Happy End“ über den Menschen erzählt. Liebe und Mitgefühl findet man in der wohlhabenden Familie aus Calais, die im Mitelpunkt seines Films steht, zumindest nicht. Jeder scheint für sich allein zu leben und verfolgt nur eigene Interessen. Die soziale Kälte bleibt nicht ohne Folgen; sie belastet die 13-jährige Teenagerin ebenso wie den 85-jährigen Großvater.

Michael Haneke hat sich durch seine Filme vor allem einen Namen als nüchterner und präziser Beobachter gemacht. Seine Geschichten folgen keinem standardisierten dramaturgischen Muster, seine Bilder nicht üblichen Klischees. Dadurch sind Hanekes Filme fordernd, regen aber auch zum Nachdenken an.
 

Auch „Happy End“ wirft mehr Fragen auf, als Antworten zu bieten. Er zeigt wenig schmeichelhafte Momentaufnahmen zwischenmenschlicher Beziehungen und öffnet seinen Blick dabei immer wieder auch für die Welt um die Familie im Zentrum des Films herum. Dabei streift „Happy End“ eine Vielzahl an Themen, von innerfamiliären Konflikten bis zur Flüchtlingskrise, von Schuld und fehlendem Verantwortungsbewusstsein bis hin zu Suizid und Mord. Ein biterer Humor zieht sich durch Hanekes Film; aber auch hier bleibt das Lachen im Halse stecken. Einige dieser Themenfelder werden in diesen Unterrichtsmaterialien aufgegriffen und zur Diskussion gestellt.

Die Begleitmaterialien geben Anregungen, wie „Happy End“ im Schulunterricht eingesetzt werden kann. Eine inhaltliche Auseinandersetzung ist dabei ebenso wichtig wie eine Beschäftigung mit der filmischen Gestaltung, durch die die Wahrnehmung sensibilisiert werden soll.

 
 
Ab dem 12. Oktober 2017 wird „Happy End“ in ausgewählten Kinos in Deutschland zu sehen sein.

Hier finden Sie den Trailer zum Film, den Download der filmpädagogischen Begleitmaterialien sowie in Kürze alle Spielzeiten und -orte.

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