Das finstere Tal

Die Verfilmung von Thomas Willmanns gleichnamigen Bestseller „Das finstere Tal“ mit Sam Riley in der Hauptrolle des Greider ist eine furiose Mischung aus vielschichtigem Western und packendem Drama. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft in einem karstigen Alpenhochtal am Ende des 19. Jahrhunderts. Die rigide Herrschaft des Brenner-Bauern und seiner Söhne bestimmt den Mikrokosmos dieses fesselnden Epos von Schuld, Rache und Liebe – eine Welt, die sich mit dem harten Leben hoch oben arrangiert hat und ein düsteres Geheimnis deckt, das alles und jeden in seiner unbarmherzigen Umklammerung hält.

Und selbst die Hochzeit der jungen Luzi liegt wie ein dunkler Schatten über den Bewohnern des Tals. Alle wissen warum. Auch Greider?

Titos Brille

Adriana Altaras ist Regisseurin, Schauspielerin und Autorin. Sie ist Mutter zweier Kinder und Ehefrau eines deutschen Katholiken. Sie stammt aus einem Land, das es so nicht mehr gibt: Jugoslawien. Die Tochter jüdischer Partisanen, die für Tito kämpften und die im Nachkriegsdeutschland ein neues Leben begannen, erzählt in TITOS BRILLE von ihrer „strapaziösen Familie“. So ungewöhnlich Adrianas Familienleben auf den ersten Blick auch sein mag, so beispielhaft ist es für einen Großteil der Generation der Nachkriegskinder – trotz eines prallen Lebens sind die Wunden aus der Vergangenheit ihrer Eltern bis heute zu spüren und die Suche nach den eigenen Wurzeln ein steter Begleiter.

Die Regisseurin Regina Schilling (BIERBICHLER, GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT) begleitet Adriana zu den Spuren der Familie Altaras auf einer Reise von Berlin über Gießen, Italien bis nach Zagreb, Split und Rab. Wir teilen die Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn Geschichte persönlich wird – die Lager, der Widerstand, die Schauprozesse, Flucht und Neuanfang. Mit jüdischem Witz, balkanischem Zorn und deutscher Gründlichkeit knüpft sich Adriana all jene vor, die ihr den Schlaf rauben: von Tito bis zu Tante Jele, von der kroatischen Regierung bis zum Waldorf-Internat, vom betonierten Gießen bis zum hippen Schöneberg.

Wir sind die Neuen

„Wir sind die Neuen“ ist eine hinreißende Generationskomödie, die ebenso turbulent wie feinsinnig den Zwist zwischen zwei unterschiedlichen Altersgruppen beschreibt. Mit dem richtigen Maß an Zuspitzung und einem liebevoll-entlarvenden Blick auf seine Figuren lässt Regisseur Ralf Westhoff die alten Ideale der 70er-Jahre-Studenten mit der neuen, veränderten Wirklichkeit zusammenprallen: Kollektiv trifft auf Karrieredenken und Tee auf Termindruck.

Der Film zeigt, dass Jungsein früher und Jungsein heute zwei völlig verschiedene Dinge sind. „Wir sind die Neuen“ ist ein quirliges Plädoyer dafür, dass die Generationen viel mehr voneinander profitieren können als sie denken. Sie müssen nur miteinander reden!

Die Frau, die sich traut

Beate wird 50. Ihr Leben ist erfüllt von ihrer Arbeit in einer Großwäscherei aber vor allem von ihrer Hingabe zu ihren – eigentlich schon erwachsenen – Kindern. Ob die Betreuung der Enkelin nach der Schule – die Tochter steckt mitten im Examen – oder die Gesamtversorgung ihres Sohnes nebst schwangerer Freundin, die bei ihr im Haus leben, Beate kümmert sich um alles. Auch für ihre beste Freundin Henni und deren aufregendes Liebesleben hat sie immer ein offenes Ohr.
Eine beunruhigende ärztliche Diagnose bringt sie dazu, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen, und mündet in der Idee, einen Jugendtraum zu verwirklichen: Einmal durch den Ärmelkanal schwimmen…
Nicht unrealistisch für die ehemalige Leistungssportlerin, die ihre Hoffnung auf eine olympische Medaille wegen der Geburt der Tochter aufgeben musste. Mit großer Energie und aller verfügbarer Zeit stürzt sich Beate in das harte Training. Aber da sind noch ihre Kinder, die plötzlich alleine mit dem Alltag klar kommen sollen und die Welt nicht mehr verstehen. Gegen deren Widerstand, aber mit ihrer Freundin Henni an der Seite, macht sie einmal im Leben nur etwas für sich und begibt sich auf den Weg durch das Meer von Dover nach Calais – und zu sich selbst.

Zum Geburtstag

Das perfekte Leben von Anna und Paul ändert sich mit einem Schlag, als eines Tages Georg als neuer Chef in Pauls Büro steht: Man kennt sich aus Jugendtagen. Plötzlich tauchen kompromittierende Bilder auf, die Paul mit seiner Sekretärin zeigen, geschäftliche Misserfolge werden ihm angelastet. Paul wird allmählich bewusst, dass ihn eine längst vergangene Geschichte aus der gemeinsamen Vergangenheit brachial einholen könnte. Seine Lüge – damals mit einem gefälschten Liebesbrief – war nur eine Seite der Medaille: Georg, der in Teenagerzeiten mit Anna zusammen war, überließ Paul Anna bereitwillig. Er stellte jedoch die Bedingung, dass er Anna in jedem Fall zurückbekäme, wenn er sie wiederhaben wolle.Nun ist Georg da und mit ihm seine undurchschaubare Frau Yvonne; leise dringen beide immer mehr in die Familie ein, und Georg umgarnt besonders die hübsche Tochter Emelie. Auch die Ehe zwischen Anna und Paul wird von den Schatten der Vergangenheit belastet.Muss Paul Anna tatsächlich freigeben? Was haben Georg und Yvonne vor? Oder bildet sich Paul einen Hinterhalt nur ein?

¡Hasta La Vista, Sister!

Ailie ist eine stets perfekt gestylte und lebensfrohe Fashionista. Ihre Schwester ist das komplette Gegenteil: Rosa, programmatisch benannt nach der Sozialistenführerin Rosa Luxemburg, ist eine junge Aktivistin, die die Welt verändern will. So gefestigt die spröde wirkende Schottin in ihren linksalternativen Ansichten ist, so unsicher verhält sie sich in Liebesdingen – zu oft wurde sie enttäuscht. Was die jungen Frauen jedoch eint, ist der Schmerz um ihren verstorbenen Vater Roddy, der einst mit ihrer Mutter auf Kuba half, den Sozialismus aufzubauen. Als bei der Trauerfeier Roddys zweite Ehefrau Brenda verkündet, aus der Asche des Toten eine Golf-Trophäe fertigen zu lassen, fasst Rosa einen Entschluss: Sie klaut die Asche ihres Vaters, um ihn dorthin zu bringen, wo er immer wieder am glücklichsten war – auf Kuba. Mit auf den Weg machen sich ihr Kumpel Conway und – zu ihrem Entsetzen – auch ihre Schwester Ailie. Für das ungleiche Trio beginnt eine turbulente Reise in die Karibik voller Abenteuer, zwielichtigen Bekanntschaften und einem unverschämt attraktiven Tänzer, der Rosas Herz erheblich aus dem Takt bringt. Am Ende kommen die beiden Schwestern noch einem Familiengeheimnis auf die Spur…

Was geht – Die Fantastischen Vier

Die Musikwelt staunte und schimpfte und brauchte gut zwei Jahre, um mit dieser Unverfrorenheit fertig zu werden. Das stetig wachsende Publikum jedoch war schnell begeistert und die zur damaligen Zeit ungeliebte Popsprache Deutsch erlebte einen grandiosen Durchbruch…

 

 

 

 

Vengo

Andalusien und der Flamenco. Caco kommt nicht über den Tod seiner Tochter hinweg. Gemeinsam mit seinem behinderten Neffen Diego ertränkt er seine Trauer in Musik…

 

 

 

 

 

Underexposure

Hassan ist ein irakischer Filmemacher. Nach dem amerikanischen Angriff auf den Irak beschließt er, das Leben der Menschen, seiner Freunde und seiner Nachbarschaft im zerstörten Bagdad zu dokumentieren.

 

 

 

 

September

SEPTEMBER erzählt von vier „ganz normalen Paaren“ und davon, wie der 11. September 2001 nicht nur das Weltgeschehen, sondern auch das Leben in Deutschland veränderte. Er erzählt von acht Menschen und wie sie diesen Tag und seine Folgen in Deutschland erlebten.