Wer wir waren

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten. Roger Willemsen

Was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind? In WER WIR WAREN blicken wir auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und fragen uns im Geiste von Willemsens Vermächtnis, ob sie an uns verzweifeln werden. Sechs Denker*innen und Wissenschaftler*innen reflektieren die Gegenwart und blicken in die Zukunft.

Produzent, Regisseur und Autor Marc Bauder begleitet seine Gesprächspartner*innen in die Tiefen des Ozeans, über das Dach der Welt, bis in die Weiten des Weltraums und beleuchtet dabei die unglaublichen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns, einen globalen Wirtschaftsgipfel, das Erbe der Kolonialisierung und die Gefühle eines Roboters.

Dieser inspirierende Blick auf unsere Welt hält eine hoffnungsvolle Botschaft für uns alle bereit: Wir selbst haben es in der Hand wer wir sind, wenn wir unsere Verbundenheit, unsere Gemeinsamkeit, unser ›Wir‹ erkennen.

WER WIR WAREN ist ein intensives Treffen mit sechs bedeutenden Denker*innen und Wissenschaftler*innen unserer Zeit: Alexander Gerst (Astronaut), Dennis Snower (Ökonom), Matthieu Ricard (Molekularbiologe und Buddhist), Sylvia Earle (Ozeanologin), Felwine Sarr (Ökonom, Soziologe und Philosoph) und Janina Loh (Philosophin und kritische Posthumanistin).

 

EARTH OVERSHOOT DAY 2021

Der 29. Juli 2021 ist Earth Overshoot Day – der Tag, an dem wir Menschen die natürlichen Ressourcen unseres Planeten bereits aufgebraucht haben. Bis Jahresende leben und konsumieren wir auf Kosten unserer Erde. Streame jetzt den Film inklusive Gespräch mit Jens Schröder (Chefredakteur GEO Magazin), Janina Loh (Protagonistin) und Marc Bauder (Regisseur).

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#Female Pleasure

„#Female Pleasure“ begleitet fünf mutige, starke, kluge Frauen aus den fünf Weltreligionen und zeigt ihren erfolgreichen, risikoreichen Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität und für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander unter den Geschlechtern.

Bewegend, intim und zu jedem Zeitpunkt positiv vorwärtsgewandt schildert „#Female Pleasure“ die Lebenswelten von Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav und ihrem Engagement für Aufklärung und Befreiung in einer hypersexualisierten, säkularen Welt.

Titos Brille

Adriana Altaras ist Regisseurin, Schauspielerin und Autorin. Sie ist Mutter zweier Kinder und Ehefrau eines deutschen Katholiken. Sie stammt aus einem Land, das es so nicht mehr gibt: Jugoslawien. Die Tochter jüdischer Partisanen, die für Tito kämpften und die im Nachkriegsdeutschland ein neues Leben begannen, erzählt in TITOS BRILLE von ihrer „strapaziösen Familie“. So ungewöhnlich Adrianas Familienleben auf den ersten Blick auch sein mag, so beispielhaft ist es für einen Großteil der Generation der Nachkriegskinder – trotz eines prallen Lebens sind die Wunden aus der Vergangenheit ihrer Eltern bis heute zu spüren und die Suche nach den eigenen Wurzeln ein steter Begleiter.

Die Regisseurin Regina Schilling (BIERBICHLER, GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT) begleitet Adriana zu den Spuren der Familie Altaras auf einer Reise von Berlin über Gießen, Italien bis nach Zagreb, Split und Rab. Wir teilen die Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn Geschichte persönlich wird – die Lager, der Widerstand, die Schauprozesse, Flucht und Neuanfang. Mit jüdischem Witz, balkanischem Zorn und deutscher Gründlichkeit knüpft sich Adriana all jene vor, die ihr den Schlaf rauben: von Tito bis zu Tante Jele, von der kroatischen Regierung bis zum Waldorf-Internat, vom betonierten Gießen bis zum hippen Schöneberg.

Was geht – Die Fantastischen Vier

Die Musikwelt staunte und schimpfte und brauchte gut zwei Jahre, um mit dieser Unverfrorenheit fertig zu werden. Das stetig wachsende Publikum jedoch war schnell begeistert und die zur damaligen Zeit ungeliebte Popsprache Deutsch erlebte einen grandiosen Durchbruch…

 

 

 

 

Mad Hot Ballroom

Sie haben Rhythmus im Blut und den Swing in den Beinen. Sie tanzen die Tänze der Großen: Rumba, Tango, Foxtrott, Merengue und Swing – die Klassiker des Gesellschaftstanzes. Dabei sind sie gerade einmal zwischen acht und elf Jahre alt und haben vorher noch nie ein Tanzparkett betreten…

MAD HOT BALLROOM begleitet drei Schulklassen aus New York bei einem ganz besonderen Projekt: „Dancing Classrooms“ nennt sich das gemeinnützige Programm, das derzeit an vielen öffentlichen Schulen New Yorks mit großem Erfolg angeboten wird. In einem zehnwöchigen Intensivkurs lernen die Schüler Grundlagen des „Ballroom Dancings“. Voller Begeisterung trainieren sie mit ihren Lehrern für das große Finale – und beweisen damit: „Anyone can make it, if they learn how to shake it!“

MAD HOT BALLROOM ist eine gutgelaunte Doku, die aus der Reihe tanzt! Der Independent-Hit aus New York hat bereits zahlreiche Publikumspreise gewonnen und gehört schon jetzt zu den zehn erfolgreichsten Dokumentarfilmen der US-Kinogeschichte. Mit viel Schwung und einer unbeschreiblichen Mischung aus kindlichem Spaß und teenymässiger Coolness stellen sich die zum Teil aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammenden Kids der ungewöhnlichen Herausforderung. Zugleich gewährt Marilyn Agrelo in ihrem Filmdebut einen Einblick in die gegensätzlichen Welten, die im pulsierenden New York aufeinandertreffen: Ein Film über Schweiß, Tränen und Träume – voller Rhythmus und Gefühl!

MAD HOT BALLROOM feiert Deutschlandpremiere beim Filmfest Hamburg.

Endlich

Was geschieht mit uns nach unserem Tod? Durch wessen Hände gehen unsere Körper, bis sie endgültig aus dieser Welt verschwunden sind?

„Endlich“ gibt einen Einblick in die Zeit direkt nach dem Ableben; dahin, wo viele nicht hinsehen wollen, obwohl es dort sehr friedlich und gar nicht unheimlich zugeht – ein sachlicher und zugleich beruhigender und liebevoller Blick auf den Anfang nach dem Ende.

Joschka und Herr Fischer

Er war 68er-Aktivist, Stadtguerillero, Taxifahrer, Sponti – er wurde hessischer Umweltminister in Turnschuhen und deutscher Außenminister im Anzug: Das bewegte Leben von Joseph „Joschka“ Fischer dient Regisseur Pepe Danquart als roter Faden, um von sechs Jahrzehnten deutscher Nachkriegsgeschichte zu erzählen. Von den verlogenen 50er-Jahren, den wilden Tagen der APO und der „bleiernen Zeit“ des RAF-Terrors über die Anfänge der Anti-Atomkraftbewegung und die Gründungsjahre der Grünen bis hin zum Fall der Mauer und der ersten rotgrünen Bundesregierung – Danquarts Film wird zu einer Zeitmaschine, die durch sechs Jahrzehnte fliegt und Fischer zu einem Zeitreisenden, der manchmal kaum fassen kann, was in der Epoche, die ihn ebenso prägte wie er sie, alles geschehen ist.

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen

In der Grabeskirche in Jerusalem leben sechs christliche Konfessionen Tür
an Tür unter einem Dach: griechisch-orthodoxe Christen, römisch-katholische Christen, syrische Christen, armenische Christen, äthiopische Abessinier und ägyptische Kopten. Eine muslimische Familie verwahrt den Schlüssel zur Kirche und schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu.
In diesem Status Quo befindet sich die Kirche seit der osmanischen Zeit. Die einzelnen Glaubensgemeinschaften wachen verbissen über die ihnen zugeteilten Anteile und beobachten eifersüchtig die Anderen. Die Abessinischen Christen, die ihren Platz in der eigentlichen Kirche verloren haben, quartierten sich kurzerhand auf dem Dach der Kapelle ein, die koptischen Christen, die den Haupteingang des Grabes nicht benutzen dürfen, bauten sich eine kleine Kapelle an der Rückseite der Grabkammer und die Griechisch-Orthodoxen verteidigen rauhbeinig den Vordereingang.
Zu hohen Festtagen kommt es manchmal zu absurden Schlachten religiöser Leidenschaft, die Prozessionen geraten sich gegenseitig in die Quere und Gläubige aus aller Welt verkeilen sich untereinander.
Aber nachts, wenn die unfreiwillige Wohngemeinschaft in der Kirche eingeschlossen ist, beten die Mönche vor dem Grab. Dann verwandelt sich die Kirche in einen mystischen Ort der Hingabe und Sehnsucht nach erfülltem Glauben.

Black Box BRD

Bis in die neunziger Jahre wird das Land erschüttert von der Machtprobe zwischen Staat und Rote Armee Fraktion. Die Gesellschaft ist zerrissen, die Staatsmacht verfolgt ihre Kritiker.

Wolfgang Grams und Alfred Herrhausen stehen für die feindlichen Lager einer polarisierten Gesellschaft. Der eine, Grams, radikalisiert sich und geht in den Untergrund; der andere, Herrhausen, stirbt auf dem Gipfel der Macht. Andres Veiel wagt es, in BLACK BOX BRD zwei unterschiedliche Biographien gegenüber zu stellen.