„Wir sind die Neuen“ ist eine hinreißende Generationskomödie, die ebenso turbulent wie feinsinnig den Zwist zwischen zwei unterschiedlichen Altersgruppen beschreibt. Mit dem richtigen Maß an Zuspitzung und einem liebevoll-entlarvenden Blick auf seine Figuren lässt Regisseur Ralf Westhoff die alten Ideale der 70er-Jahre-Studenten mit der neuen, veränderten Wirklichkeit zusammenprallen: Kollektiv trifft auf Karrieredenken und Tee auf Termindruck.
Der Film zeigt, dass Jungsein früher und Jungsein heute zwei völlig verschiedene Dinge sind. „Wir sind die Neuen“ ist ein quirliges Plädoyer dafür, dass die Generationen viel mehr voneinander profitieren können als sie denken. Sie müssen nur miteinander reden!
Ailie ist eine stets perfekt gestylte und lebensfrohe Fashionista. Ihre Schwester ist das komplette Gegenteil: Rosa, programmatisch benannt nach der Sozialistenführerin Rosa Luxemburg, ist eine junge Aktivistin, die die Welt verändern will. So gefestigt die spröde wirkende Schottin in ihren linksalternativen Ansichten ist, so unsicher verhält sie sich in Liebesdingen – zu oft wurde sie enttäuscht. Was die jungen Frauen jedoch eint, ist der Schmerz um ihren verstorbenen Vater Roddy, der einst mit ihrer Mutter auf Kuba half, den Sozialismus aufzubauen. Als bei der Trauerfeier Roddys zweite Ehefrau Brenda verkündet, aus der Asche des Toten eine Golf-Trophäe fertigen zu lassen, fasst Rosa einen Entschluss: Sie klaut die Asche ihres Vaters, um ihn dorthin zu bringen, wo er immer wieder am glücklichsten war – auf Kuba. Mit auf den Weg machen sich ihr Kumpel Conway und – zu ihrem Entsetzen – auch ihre Schwester Ailie. Für das ungleiche Trio beginnt eine turbulente Reise in die Karibik voller Abenteuer, zwielichtigen Bekanntschaften und einem unverschämt attraktiven Tänzer, der Rosas Herz erheblich aus dem Takt bringt. Am Ende kommen die beiden Schwestern noch einem Familiengeheimnis auf die Spur…
Fiona und Dom sind unsterblich ineinander verliebt. Ihre größte Leidenschaft ist es, Rumba zu tanzen. Das Haus voller Trophäen und den Blick voller Liebe erwarten sie nichts sehnlicher, als nach getaner Arbeit in Kleid und Anzug zu schlüpfen und dem sinnlichen Rhythmus zu verfallen.
Doch auf dem Heimweg von einer Tanzveranstaltung stellt sich ihnen das Schicksal in Person eines tollpatschigen Selbstmörders in den Weg. Um ihn vor dem Freitod zu bewahren, fahren sie mit dem Auto gegen eine Wand. Und ihr Leben ist nicht mehr wie es vorher war. Fiona wacht in einem Ganzkörpergips auf, und Doms Gedächtnis leidet fortan unter Systemausfall. Als sich Dom nicht mehr an den Heimweg erinnern kann und stattdessen in einer Imbissbude mit Meerblick landet, begibt sich Fiona auf eine abenteuerliche Suche nach ihm. Für beide beginnt ein Leben mit ungewohnten Missgeschicken, kleineren und größeren Katastrophen. Und doch schließen sie sich am Ende wieder frischverliebt in die Arme.
Mit RUMBA legen Dominique Abel und Fiona Gordon eine außergewöhnliche Liebeskomödie vor. Heraus kam ein unverfroren komisches Lustspiel aus Possen, Spaß und halsbrecherischem Slapstick, das der Tradition von Buster Keaton und Jacques Tati alle Ehre macht. Clownesker, selbstironischer Humor und eine sinnliche Inszenierung ergeben zusammen eine zärtliche Geschichte über das Verlieren und Wiederfinden der Liebe, ihre Verletzbarkeit und Widerstandskraft.
Friedrichshagen am schönen Müggelsee in Berlin hat ein Problem: Die abgebissene Hand des Bademeisters deutet darauf hin, dass ein Sicherheitsrisiko im Wasser schwimmt. Es wird alles getan, um das Problem zu verdrängen, aber irgendwann ist Schluss mit lustig: Der Hai-Alarm wird ausgerufen!
Ein teuflisches Gemisch aus Intrigen und Zorn, Liebe und Hass, Macht und Städtemarketing entwickelt einen Druck, unter dem der Kessel der Friedrichshagener Zivilisation in einem Inferno des Wahnsinns zu explodieren droht…
„Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute sondern du selbst das Problem bist?“ Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm „emotionale Unausgeglichenheit“. Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen „normalen“ Kaffee mehr zu geben. Sollte Niko nach diesem Tag wirklich seine „Komfortzone“ verlassen und sein Leben ändern? Kriegt er am Ende vielleicht Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?
Christian (Anders W. Berthelsen) ist Besitzer eines Weingeschäftes und lebt mit seinem 16jährigen Sohn Oscar in Kopenhagen. Seine Frau Anna (Paprika Steen) ist nach Argentinien gegangen, um erfolgreich eine Karriere als Fußballmanagerin zu starten. Christian lässt die Zeit verstreichen und hofft, dass seine Frau bald zurückkommt. Stattdessen flattern ihm, just als sein Weinladen kurz vor dem Aus steht, die Scheidungspapiere ins Haus. Jetzt muss Christian handeln. Er schnappt sich seinen Sohn und fliegt mit ihm nach Buenos Aires, um seine Frau zurückzugewinnen. Angekommen in Annas luxuriöser Villa macht er die Bekanntschaft von Juan Diaz, als Fußballstar nicht nur Liebling der Massen, sondern auch gutaussehender und viel jüngerer Verlobter seiner Frau. Die Turbulenzen nehmen ihren Lauf: Christian trifft eine leidenschaftliche Haushälterin, höfliche Straßenräuber, einen schlagkräftigen Vater und einen weinseligen Winzer, während sein Sohn die erste große Liebe erlebt und mit dem Theater seiner Eltern nichts zu tun haben will. Die neue Umgebung verändert Christian merklich, aber wird er es schaffen, Anna zurückzuerobern?
Die junge attraktive Bahia (Sara Forestier) trägt ihren außergewöhnlichen Namen mit Stolz, kämpft mit aufbrausender Leidenschaft für alle gerade verfügbaren Randgruppen und dürfte für ihren Geschmack ruhig ein bisschen weniger französisch aussehen. Auch sonst hat die charmante Politaktivistin ihren eigenen Weg gefunden, die Welt zu verbessern: Ganz nach dem Lebensmotto ihrer hippiebewegten Eltern, „Make love, not war“, schläft sie mit politisch rechts stehenden Männern, um sie ideologisch umzudrehen. Eine Ausnahme macht sie allerdings für den bekennenden Linkswähler Arthur (Jacques Gamblin), der sich eigentlich ganz wohl dabei fühlt, mit seinem konservativen Allerweltsnamen in der anonymen Masse unterzutauchen. Doch Bahia stellt sein bis dahin geordnetes und zurückgezogenes Leben völlig auf den Kopf. Und so muss sich Arthur plötzlich nicht nur mit Bahias mitreißendem Idealismus, sondern auch mit der wahren Geschichte seiner Familie auseinandersetzen.
„Der letzte schöne Herbsttag“ ist eine spritzig-intelligente und zugleich berührende Beziehungsstudie: Ein feinhumoriger, teils entlarvender, aber immer liebevoller Blick auf das Auf und Ab einer Zweierbeziehung. Mit einem außergewöhnlichen Gespür für Timing und durch die direkte Ansprache und das Spiel mit dem Zuschauer erzeugt Autor und Regisseur Ralf Westhoff eine intensive Nähe zu seinen Figuren.
Der Film erzählt von den Schwierigkeiten ein Paar zu werden, zu sein und auch zu bleiben. Von den Unterschieden zwischen Mann und Frau, zwischen Menschen im Allgemeinen und von den Herausforderungen an Beziehungen in der heutigen Zeit.
Frieder Schulz (Christian Ulmen) hat als Sänger der Band „Heide Hurricane“ mit seinen Kumpels einst jeden Saal zum Kochen gebracht. Bis ihn ein aussichtsreicher Job als Geschäftsführer in die polnische Provinz verschlagen hat. Nur drei Jahre später ist aus dem coolsten Typen von Heide schon fast ein Spießer mit Häuschen und Karriere geworden. Als er gerade die Hochzeit mit seiner Liebsten, der Polin Gosia (Katarzyna Maciag), vorbereitet, tauchen überraschend seine alten Band-Kumpels auf. Sie wollen die guten, alten Zeiten mit Party, Rock und Bommerlunder so richtig aufleben lassen. Doch Jonas (Fabian Hinrichs), Paul (Lucas Gregorowicz), Knack (Jens Münchow) und Manni (Waldemar Kobus) passen weder in Frieders neues Leben noch in das polnische Dorf. Klischees und Missverständnisse sorgen für allerlei Turbulenzen nicht nur zwischen den Freunden, Braut und Bräutigam, sondern auch zwischen Polen und Deutschen…
Die letzten Jahre hat er im Schlachthof Schweine zerlegt – nun ist er Rentner. Und weil ihm wichtige Arbeitsnachweise von früher fehlen und ihm daheim die Decke auf den Kopf fällt, startet Mammuth (Gérard Depardieu) auf seinem alten Motorrad, einer Münch-Mammut aus den 70er Jahren, die ihm einst zu seinem Spitznamen verhalf, eine Reise zu seinen ehemaligen Arbeitsstellen. Dieser Trip führt den gutmütigen Riesen zurück in seine Vergangenheit und lässt ihn die traurige Wahrheit spüren, dass er von niemandem jemals wirklich ernst genommen wurde – bis heute. Als er aber seine junge Nichte, die hübsche Künstlerin Miss Ming (Miss Ming), wieder trifft, die ihm die Poesie und Schönheit des Lebens aufzeigt, beginnt er völlig neue Seiten am Leben und an sich selbst zu entdecken. Und Mammuth erinnert sich an seine erste Liebe Yasmine (Isabelle Adjani) …