Mammuth

Die letzten Jahre hat er im Schlachthof Schweine zerlegt – nun ist er Rentner. Und weil ihm wichtige Arbeitsnachweise von früher fehlen und ihm daheim die Decke auf den Kopf fällt, startet Mammuth (Gérard Depardieu) auf seinem alten Motorrad, einer Münch-Mammut aus den 70er Jahren, die ihm einst zu seinem Spitznamen verhalf, eine Reise zu seinen ehemaligen Arbeitsstellen.
Dieser Trip führt den gutmütigen Riesen zurück in seine Vergangenheit und lässt ihn die traurige Wahrheit spüren, dass er von niemandem jemals wirklich ernst genommen wurde – bis heute. Als er aber seine junge Nichte, die hübsche Künstlerin Miss Ming (Miss Ming), wieder trifft, die ihm die Poesie und Schönheit des Lebens aufzeigt, beginnt er völlig neue Seiten am Leben und an sich selbst zu entdecken. Und Mammuth erinnert sich an seine erste Liebe Yasmine (Isabelle Adjani) …

Heidi M.

Heidi M., Ende 40, führt einen kleinen Spätkaufladen in der pulsierenden Mitte Berlins. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jacqui zieht sie abends um die Häuser…

 

 

 

 

 

Vertraute Fremde

Der Comic-Zeichner Thomas (Pascal Gréggory) steigt nach einer Geschäftsreise in den falschen Zug und landet in einem Dorf in den französischen Bergen – dem Ort seiner Kindheit. Lange war Thomas nicht mehr hier, Erinnerungen kommen hoch an die Zeit, als sein Vater die Familie ohne Ankündigung verlassen hatte. Noch ahnt er nicht, welches Abenteuer ihn nun erwartet.
Wie in einem Traum findet er sich plötzlich in seiner eigenen Vergangenheit als 14-jähriger Teenager (Léo Legrand) wieder, der seinem Vater (Jonathan Zaccaï) in der Schneiderei hilft, für die Mutter (Alexandra Maria Lara) Besorgungen macht, mit Freunden herumzieht und das zarte Gefühl der ersten Liebe erlebt. Doch dann erkennt Thomas seine eigentliche Mission: Ihm bleiben nur wenige Tage, um herauszufinden, was damals wirklich geschah und seinen Vater davon abzubringen, das scheinbar harmonische Familienglück zu zerstören.

Das gelbe Segel

Nach sechs Jahren Gefängnis wird Brett Hanson in die Freiheit entlassen. Unschlüssig, ob es für ihn noch ein altes Leben gibt, in das es sich lohnt zurückzukehren, strandet er in einer kleinen Stadt in Louisiana. Vor allem die Erinnerung an seine große Liebe May lässt ihn nicht los. Er schreibt ihr eine Postkarte, mit der er ihrer Liebe eine letzte Chance gibt: Wenn sie ihn wiedersehen möchte, solle sie als Zeichen das gelbe Segel ihres Bootes hissen.

An einer abgelegenen Fährstation trifft Brett auf die junge Martine und ihren bizarren Begleiter Gordy. Gemeinsam setzen die drei einsamen Fremden ihren Weg fort. Zwischen Sümpfen, reifen Kornfeldern und endlosen Highways erkennen sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie zunächst glauben. Brett beginnt sich zu öffnen und vertraut seinen jungen Begleitern die Geheimnisse seiner Vergangenheit an. Als er der Wahrheit schließlich ins Auge sehen muss, hat er nicht nur einen Weg zurück ins Leben, sondern auch zwei Freunde gewonnen.

Weltstadt

WELTSTADT – Ein Film über fünf Menschen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, in einer Stadt zwischen Schönheit und Armut, an einem Tag zwischen Langeweile und Aggression.

WELTSTADT zeigt eine Momentaufnahme unserer heutigen Gesellschaft – eine Gesellschaft, die von finanziellen und sozialen Nöten geprägt ist, in der die Menschen durch Arbeitslosigkeit, Zukunftsangst und Perspektivlosigkeit allzu oft das Träumen vernachlässigen, eine Gesellschaft, in der Verrohung, Resignation und Frust eine aggressive Jugendsubkultur hervorbringen. Der Film beleuchtet eine Seite unseres Lebens in Deutschland, die gern übersehen wird und über die in den Medien nur in reißerischen Schlagzeilen und mit aufgesetzter Verachtung berichtet wird.

WELTSTADT ist ein Film der beschreibt, ohne zu verurteilen, der versucht, den Ausbruch der Gewalt nicht verständlich aber verstehbar zu machen, der sich trotz aller Konflikte traut, das Lachen und die Poesie im Alltag einer brandenburgischen Kleinstadt zu zeigen.

In den Hauptrollen glänzen Florian Bartholomäi, ausgezeichnet mit dem NEW FACES AWARD 2009 und dem „Deutschen Fernsehpreis 2009“, Gerdy Zint, u.a. zu sehen an der Schaubühne Berlin, und Karoline Schuch, ausgezeichnet mit dem „Günter-Strack-Nachwuchspreis 2008“.

Regisseur Christian Klandt ist, wie sein Kameramann René Gorski, in der Stadt aufgewachsen, in der die Tat geschah. Mit ihrem Film haben sie bereits weltweit auf zahlreichen Festivals Preise gewonnen, unter anderem den „Silver Zenith“ des Montréal World Film Festival.

Das weisse Band

Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern – ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?

 

 

 

Berlin ’36

BERLIN ’36 basiert auf der wahren Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann, die bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin als Favoritin für die Goldmedaille galt. Um einen möglichen Sieg Bergmanns jedoch zu verhindern, schicken die Nationalsozialisten Marie Ketteler , in Wahrheit ein Mann, als Konkurrentin gegen sie ins Rennen.

Unter der Regie von Kaspar Heidelbach (Das Wunder von Lengende“, „Der Untergang der Pamir“) entstand ein bewegendes, auf der wahren Geschichte um Gretel Bergmann beruhendes, Drama, das darüber hinaus die Freundschaft zwischen den beiden anfänglichen Gegnerinnen erzählt, die trotz aller Repressalien der NSDAP zusammen halten.

In den Hauptrollen überzeugen Karoline Herfurth (IM WINTER EIN JAHR, DAS PARFÜM, DER VORLESER) als Gretel Bergmann und Sebastian Urzendowsky (PINGPONG, DER FELSEN, PAUL IS DEAD, DIE FÄLSCHER, LICHTER) als Marie Ketteler. Weiterhin sind Axel Prahl (WILLENBROCK, MONDKALB, DU BIST NICHT ALLEIN) als Trainer Hans Waldmann und August Zirner (HOMO FABER, STADTGESPRÄCH, DIE APOTHEKERIN, DIE FÄLSCHER) als Gretels Vater zu sehen.

Die Gräfin

Europa zu Beginn des 17. Jahrhunderts: Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy) gilt als mächtigste Frau im Land – schön, intelligent und nicht bereit, zu akzeptieren, dass Männer in dieser Welt die Regeln nach Belieben manipulieren. Auf einem Fest lernt sie den weitaus jüngeren Istvan (Daniel Brühl) kennen. Leidenschaftlich verlieben sich die beiden ineinander. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Istvans Vater Graf Thurzo (William Hurt) zwingt seinen Sohn, den Kontakt zu Erzebet abzubrechen und beginnt ein intrigantes Spiel. Sein Plan geht auf: Erzebet vermutet eine Zurückweisung aufgrund des hohen Altersunterschiedes und erliegt, getrieben von Sehnsucht und Enttäuschung, der bizarren Idee, das Blut jungfräulicher Mädchen verhelfe ihr zu ewiger Jugend und Schönheit. Immer mehr junge Frauen werden daraufhin auf ihr Schloss gebracht. Erzebets wahnhaftes Verhalten steigert sich zusehends. Sie setzt schließlich alles aufs Spiel – ihren Ruf, ihren Stand, ihr Leben – um für Istvan schön und attraktiv zu sein. Zu spät erkennt sie, dass sie das Opfer politischer Intrigen und Machtkämpfe wurde, an deren Spitze der Vater ihres Geliebten steht…

Sie opfert alles für die Liebe – und andere für ihre Schönheit

Sie war schön, sie war mächtig – und sie war eine der gefürchtetsten Frauen ihrer Zeit: Erzebet Bathory (1560 – 1614). Julie Delpys historisches Drama DIE GRÄFIN erzählt die spannende Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau, um die sich im Lauf der Jahrhunderte unzählige Legenden und Gerüchte rankten. Für Julie Delpy ist Erzebet Bathory keinesfalls die „Blutgräfin“ des langlebigen Mythos, sondern eine vielschichtige Figur zwischen Gut und Böse. Eindringlich, ja berührend zeichnet Delpy das Porträt dieser faszinierenden Person als moderne Frauenfigur in historischem Gewand. Es geht um zeitlose Themen wie Schönheitswahn und ewige Jugend, um Macht und Intrigen, um Liebe, Hass und Mord und um verbotene Leidenschaften.

Nach 2 TAGE PARIS ist DIE GRÄFIN die neue Regiearbeit von Julie Delpy, die hier zudem für das Drehbuch und die Musik verantwortlich zeichnet und die Hauptrolle spielt. An ihrer Seite steht eine glanzvolle Besetzung mit Oscar®-Preisträger William Hurt (8 BLICKWINKEL, INTO THE WILD, DER KUSS DER SPINNENFRAU ) als Bathorys Gegenspieler, Daniel Brühl (KRABAT, EIN FREUND VON MIR, GOOD BYE, LENIN!) als ihre große Liebe, Sebastian Blomberg (DER BAADER MEINHOF KOMPLEX) als intriganter Spitzel, Anamaria Marinca (4 MONATE, 3 WOCHEN, 2 TAGE) als ihre Vertraute und Anna Maria Mühe (NOVEMBERKIND) als ihr erstes Opfer. Den schwierigsten Part übernahm die Regisseurin selbst: Als Erzebet Bathory gelingt Julie Delpy ein großartiger Drahtseilakt – Täter und Opfer zugleich.

Simons Geheimnis

Geheimnisse und Lügen können Familien zerstören – oder macht es die familiäre Zwangsgemeinschaft überhaupt erst erträglich, wenn die finstersten Geheimnisse verborgen bleiben? SIMONS GEHEIMNIS, der zwölfte Kinofilm des gefeierten kanadischen Regisseurs Atom Egoyan (EXOTICA, DAS SÜSSE JENSEITS, WAHRE LÜGEN), geht dieser Frage nach – auf sehr individuelle Art und Weise.
In Egoyans typischem Erzählstil folgen wir Simon, der mit dem Wissen seiner Lehrerin eine schockierende Familiengeschichte unter seinen Mitschülern und im Internet verbreitet, um so seiner Vergangenheit auf die Spur zu kommen.
Das Miteinander der Figuren in SIMONS GEHEIMNIS ist geprägt von Vorurteilen gegenüber fremden Religionen. Atom Egoyan zeigt auf, wie Menschen mit diesen Vorurteilen umgehen und versucht einen Konsens, eine friedfertige, tolerante Wahrheit zu finden. Er stellt dabei Simons Geschichte in einen größeren Zusammenhang und wirft die Frage auf, wie in einer völlig vernetzten Welt, in der ständig alle mit allen offen kommunizieren können, Intoleranz, religiöser Fanatismus und Fremdenhass dennoch dominieren? Weil Identitäten und Herkunft bewusst verschleiert werden; das Internet durch seine anonyme Distanz Vertrauen und Aufrichtigkeit zwischen den Menschen erschüttern kann? Atom Egoyans Suche nach Antworten darauf wird in SIMONS GEHEIMNIS zu einem eindringlichen Kommentar zur modernen Welt.

Zum herausragenden Ensemble von SIMONS GEHEIMNIS gehören u. a. Egoyans langjährige Partnerin Arsinée Khanjian (ARARAT, SABAH), Scott Speedman (UNDERWORLD, MEIN LEBEN OHNE MICH), Rachel Blanchard (WAHRE LÜGEN, SNAKES ON A PLANE) und Nachwuchsstar Devon Bostick in der Rolle des Simon.

SIMONS GEHEIMNIS lief bei den Filmfestspielen von Cannes 2008 in der Sektion Wettbewerb und wurde außerdem mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet, die ihre Wahl so begründete: „Indem der Filmregisseur traditionelle und aktuelle Symbole und Objekte aufgreift, lädt er uns dazu ein, bestehende Klischees über den Anderen, über das unserer eigenen Kultur und Religion Fremde, neu zu bewerten.“
Darüber hinaus erhielt Atom Egoyan im gleichen Jahr auf dem Hamburger Filmfest den renommierten Douglas-Sirk-Preis.

Lulu & Jimi

Mit „Lulu und Jimi“ hat sich Regisseur und Drehbuchautor Oskar Roehler („Agnes und seine Brüder“, „Elementarteilchen“) einen Traum erfüllt: Eine kraftvolle, in poppigen Farben inszenierte pralle Liebesgeschichte; eine Hommage an die ganz große, alles überwindende Liebe jenseits von Konvention und Berechnung und an die große Zeit des Rock’n’Roll.

Entstanden ist eine unterhaltsame, schwungvolle Mischung aus Lovestory und Gangstergeschichte, in der das Verlangen nach Freiheit und Liebe oberstes Gesetz ist!