„Woanders weißt Du selbst, wer Du bist – hier wissen es die anderen: Das ist Heimat.“
Mit „Kleine Haie“ schickte Regisseur Sönke Wortmann seinen Helden vor 26 Jahren aus dem Ruhrgebiet nach München auf die Schauspielschule – nun geht die Reise in „Sommerfest“ zurück nach Hause: Warmherzig und mit lakonischem Humor erzählt Wortmann die Geschichte einer Jugendliebe, die die Zeit überdauert hat und jung geblieben ist. Basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Frank Goosen, bringt „Sommerfest“ den Witz und die Wehmut der literarischen Vorlage kongenial auf die Kinoleinwand – ein Film für alle, die schon einmal geliebt haben. Und eine bittersüße Hommage an die Heimat.
Ostberlin, im Frühherbst 1989. Wilhelm Powileit, hochdekoriertes SED-Parteimitglied und Patriarch der Familie, wird heute 90 Jahre alt. Für die DDR, in die er 1952 aus dem mexikanischen Exil zurückkehrte und die er aus Überzeugung mit aufbaute, naht der 40. Geburtstag – es wird der letzte sein.
„Matti Geschonneck ist mit der Verfilmung von Eugen Ruges Generationenroman ein kleines Meisterwerk geglückt. Ein klaustrophobisches Kammerspiel voller Witz und Wehmut über eine Gesellschaft, die den drohenden Zusammenbruch einfach nicht wahrhaben will.“ – ZDF Aspekte
„Einsameit und Sex und Mitleid“ ist eine provokante Komödie über die Schwierigkeiten, eine glückliche Beziehung zu leben. Ein Schuhdiebstahl im ICE bildet den Auftakt eines wilden Kaleidoskops von Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichsten Großstadtmenschen, die in diesem Film lustvoll wie in einem Spinnennetz zappeln.
„Ein bitterböses Porträt unserer Gegenwart, einer der bemerkenswertesten deutschen Filme der letzten Jahre.“ – ARD titel thesen temperamente
In wunderschönen Bildern erzählt Regisseur Ludovic Bernard in „Die Pariserin: Auftrag Baskenland“ eine temporeiche und witzige Liebesgeschichte um die bildschöne, erfolgreiche Großstadtpflanze Sybille, die im Auftrag ihrer Firma ins malerische Baskenland reist, um einen alteingesessenen Familienbetrieb aufzukaufen und an dessen Stelle einen Supermarkt zu errichten.
Schnell wird sie mit der Sturheit der illustren Dorfbewohner und deren unvergleichlicherer Lebensart konfrontiert und erliegt allmählich dem Charme des liebenswerten Machos Ramunxu, der ihr zeigt, worauf es im Leben statt Geld und Erfolg wirklich ankommt: Liebe, Freundschaft und Loyalität.
Der in Bayern aufgewachsene belgische Regisseur Sam Garbarski („Irina Palm“, „Der Tango der Rashevskis“) inszeniert die dramatische Nachkriegskomödie mit viel Chuzpe und jüdischem Humor als bewegende Feier des Lebens. „Es war einmal in Deutschland…“ basiert auf den semiautobiographischen Romanen „Die Teilacher“ und „Machloikes“ von Michel Bergmann, die sie zusammen kongenial adaptierten.
„Shoppen“ erzählt die Geschichte von 18 Singles, die an einem Speed-Dating teilnehmen. Ein Kennenlernevent, bei dem fremde Menschen im Fünf-Minuten-Takt einander vorstellen.
Im Rennen gegen den Sekundenzeiger geht es darum, sich optimal zu verkaufen.
„Mängelexemplar“ ist die lang erwartete Verfilmung von Sarah Kuttners Bestsellerroman. Phantasievoll, wild und zugleich sensibel erzählt Newcomer-Regisseurin Laura Lackmann den tragikomischen Trip einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst.
Für ihr Spielfilmdebüt versammelt Laura Lackmann ein außergewöhnliches Frauenensemble vor der Kamera: Claudia Eisinger („Wir sind die Neuen“, „13 Semester“), Katja Riemann und Barbara Schöne in den Hauptrollen sind ein herausragendes Drei-Generationen-Gespann, das drei unterschiedliche weibliche Identitäten repräsentiert.
„Ein Hologramm für den König“ führt nach „Cloud Atlas“ die erfolgreiche Zusammenarbeit von Tom Hanks und Tom Tykwer fort. Ein Film, der spannend, emotional und humorvoll in die Welt einer fremden Kultur entführt und uns damit völlig neue Perspektiven auf das eigene Leben eröffnet.
„Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen“ ist der neue Film von Baya Kasmi und Michel Leclerc, die bereits mit dem Drehbuch zu „Der Name der Leute“ ihr Talent für die komödiantische Umsetzung gesellschaftlich relevanter Stoffe bewiesen und dafür 2011 mit dem César ausgezeichnet wurden.
Im Zentrum stand auch hier schon eine junge, extrovertierte Halb-Algerierin, die ihre weibliche Sexualität bei der Durchsetzung ihrer politischen Interessen als wirkungsvolle Waffe einzusetzen wusste.
„Heil“ ist eine kreischend komische Liebeskomödie und bitterböse Gesellschaftssatire, in der alle durch den Kakao gezogen werden. Die alten rechtsradikalen Schläger und die neuen, sich harmlos gebenden „Nipster“. Die liberalen Intellektuellen mit ihren Denkverboten. Die Antifa mit ihren Schwarzweiß-Feindbildern. Der Verfassungsschutz mit seinem grotesken Bürokratie-Wirrwarr. Der Kulturbetrieb mit seinem prätentiösen Kunst-Blabla. Und nicht zuletzt die Medienöffentlichkeit, die süchtig ist nach Erregung und sich ihre eigene Wirklichkeit schafft.
Rasant und rasend zugleich inszeniert, ist „Heil“ eine schrille Farce über die Lage der Nation, der nichts heilig ist. Dieser Film musste endlich gemacht werden!